| |
27.05.2002
eLearning-Seminar SS 2002
Seite 7
Analysen bestehender virtueller Universitäten
Java, Unix, C++, Website Development, aber auch exotischere wie Greek Literature oder
IT for Museums18. Die Betreuung beschränkt sich auf die technische Seite (über E-Mail),
ansonsten müssen klassische Kontaktmöglichkeiten genutzt werden.
Der Penn State World Campus19 bietet 19 zertifizierte und 5 nicht-zertifizierte Kurspro-
gramme, wie z.B. Engineering, Logistics oder Statistics an. Sie wurde von der Middle States
Association of Colleges and Schools (MSA) akkreditiert. Im Gegensatz zur Harvard Universi-
ty Extension School ist das Angebot kostenpflichtig20:
80 $ pro Jahr Information Technology Fee
133 / 252 / 291 $ pro credit (Höhe abhängig vom Course-Level)
30 $ Course Processing Fee
ca. 100 $ für Materialien
3.2 Virtuelle Komponenten bei Fernuniversitäten
Viele Fernuniversitäten haben in letzter Zeit (teil-)virtualisiert, sei es dadurch, dass sie zu-
sätzlich zum klassischen Angebot einen virtuellen Campus aufgebaut oder sich durch die
Zusammenarbeit mit einer bestehenden virtuellen Universität einen zweiten Distributionska-
nal zugelegt haben21.
Fernuniversitäten sind besonders einfach zu virtualisieren, da sie einige Faktoren bereits
zumindest in ähnlicher Form vorweisen können, wie z.B. Copyrights auf Lehrmaterialien,
Inkasso-Systeme oder eine Distributions-Infrastruktur und -logistik22.
Das bekannteste deutsche Beispiel ist die Virtuelle Universität der Fernuniversität Hagen23,
die aber ihrem postulierten Titel nur bedingt gerecht wird, da die Papierform bei den Kursma-
terialien nach wie vor obligatorisch ist und die Studierenden lediglich die Möglichkeit haben,
die Online-Versionen kostenfrei zu nutzen24.
Hierbei wird die große Gefahr deutlich, die diese Art von virtuellen Universitäten mit sich
bringt: Es bietet sich ja geradezu an, die bisher per Post versandten, zumeist textbasierten
Materialien einfach online zur Verfügung zu stellen. Dadurch würde aber einer der Grundge-
danken der virtuellen Universität, nämlich die Interaktivität, also der entscheidende Vorteil,
den computergestützte Lehrmaterialien bieten, zerstört werden.
3.3 Virtualisierung eines Verbundes von Partnerhochschulen
Da z.B. der Aufbau einer entsprechenden Administration oder die Sicherstellung der Akkredi-
tierung25 einen erheblichen Aufwand für die einzelnen Universitäten darstellen, wird oft die
Möglichkeit der Kompetenzbündelung durch Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen ge-
18
Vgl. Bodendorf, F. (2001), S. 9.
19
www.worldcampus.psu.edu/pub/index.shtml
20
Vgl. Bodendorf, F. (2001), S. 11.
21
Vgl. Schulmeister, R. (2001), S. 53.
22
Vgl. Schulmeister, R. (2001), S. 62.
23
http://virtuelle-uni.fernuni-hagen.de
24
Vgl. Kaderali, F. et al. (1998), S. 46.
25
Vgl. Kap. 2.2.
|  |
|
| |
|
|