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Analysen bestehender virtueller Universitäten

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27.05.2002 eLearning-Seminar SS 2002 Seite 2 Analysen bestehender virtueller Universitäten 1   Einleitung Das Internet hält bekanntermaßen in immer mehr Bereiche unseres Alltags Einzug. So wur- de insbesondere in den letzten Jahren eine Vielzahl von Projekten im Bereich der Aus- und Weiterbildung forciert, die das Ziel verfolgen, Lehrveranstaltungen anzubieten, die  weitest- gehend unabhängig von räumlichen oder zeitlichen Restriktionen und damit insbesondere für Berufstätige bzw. für deren Unternehmen interessant sind. Der Fokus dieser Seminararbeit ist darauf gerichtet, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Arten von virtuellen Hochschulen derzeit existieren. Zunächst  soll  dabei  herausgearbeitet  werden,  was  unter  dem  Begriff  „virtuell“  verstanden wird und was die Besonderheiten von virtuellen Universitäten – z.B. im Gegensatz zu den klassischen Fernuniversitäten – sind (Kapitel 2). Dabei wird auch der Begriff bzw. der Vor- gang der Akkreditierung näher dargestellt. Anschließend wird in Kapitel 3 der Versuch unternommen, die bestehenden virtuellen Hoch- schulen in insgesamt fünf Kategorien zu unterteilen, von denen die wichtigsten mit signifikan- ten Beispielen veranschaulicht werden. Kapitel 4 befasst sich mit dem Thema Prüfungen und Authentifizierung, und in Kapitel fünf soll abschließend noch kurz die technische Seite an einem Beispiel verdeutlicht werden. 2   Charakteristika einer virtuellen Universität 2.1  Zentrale Merkmale Das Wort „virtuell“ wird heutzutage für eine Vielzahl unterschiedlicher Typen von Lehrveran- staltungen benutzt. Doch nicht alles, was über die klassische Vorlesung hinausgeht, darf als virtuell betitelt werden. Ein entscheidendes Merkmal einer virtuellen Universität ist die räumliche und zeitliche Un- abhängigkeit  der  Studierenden  von  den  Lerninhalten1.  Hierdurch  wird  deutlich,  dass  der Begriff  einer  virtuellen  Universität  deutlich  über  die  Idee  des  Telelearnings  oder  Teletea- chings hinausgeht, denn die Übertragung einer Lehrveranstaltung in die Räumlichkeiten ei- ner anderen Institution bedeutet zwar eine eingeschränkte räumliche, nicht aber eine zeitli- che Unabhängigkeit, da man sich nach wie vor zu festgelegten Zeiten einzufinden hat. Ein weiteres zentrales Merkmal ist die Online-Verfügbarkeit, von Lehrveranstaltungen, d.h. der direkte Zugang zum Lehrmaterial mit Hilfe eines handelsüblichen PCs, wodurch sich vir- tuelle Universitäten von klassischen Fernuniversitäten unterscheiden. Doch damit könnte man jede Universität, die Vorlesungsskripte im Internet zum Download bereitstellt, als virtuelle Universität bezeichnen. Daher ist – als drittes und letztes Kriterium – die Betreuung der Studierenden im Netz entscheidend2.                                                1 Vgl. Schumann, M. / Hagenhoff, S. (1998), S. 150. 2 Vgl. Schulmeister, R. (2001), S. 223.
  
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