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27.05.2002
eLearning-Seminar SS 2002
Seite 18
Analysen bestehender virtueller Universitäten
6 Zusammenfassung / Ausblick
Diese Arbeit hat aufgezeigt, dass es einige verschiedene Typen von virtuellen Universitäten
gibt, die mehr oder weniger eng an die Abläufe in klassischen Universitäten angelehnt sind.
Ein entscheidender Schwachpunkt, das hat Kapitel 4 gezeigt, ist die Durchführung von Prü-
fungen.
Aller Schwierigkeiten zum Trotz werden die virtuellen Universitäten langfristig ihren Platz im
Bildungsmarkt finden. Allerdings denke ich, dass sie weniger als Konkurrenten zu den klas-
sischen Präsenz-Universitäten zu sehen sind, sondern dass sie ihr Hauptklientel aus den
Kreisen berufstätiger Erwachsener rekrutieren werden, die aus zeitlichen oder geographi-
schen Gründen nicht die Chance auf ein entsprechendes Präsenz-Studium haben. Das soll
aber nicht heißen, dass sie die jüngeren, klassischen Studenten aus den Augen verlieren
sollten.
Eine Diskussion, ob das Grund- oder das Hauptstudium verstärkt virtualisiert werden sollte,
führt m.E. zu keinem vernünftigen Ergebnis, da beides seine Vor- und Nachteile hat: Das
Grundstudium ist standardisierter, eignet sich damit grundsätzlich eher für eine Virtualisie-
rung, andererseits muss ein Student erst einmal das Lernen lernen, was bei einem virtuel-
len Grundstudium erschwert werden dürfte.
Wenn beide Möglichkeiten offen stehen, würde ich ein Präsenzstudium bevorzugen, da alle
derzeitigen technischen Errungenschaften den persönlichen Kontakt zu anderen Studenten
oder Dozenten, das Leben und Arbeiten an einer richtigen Universität etc. m.E. nicht erset-
zen können.
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