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Analysen bestehender virtueller Universitäten

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27.05.2002 eLearning-Seminar SS 2002 Seite 9 Analysen bestehender virtueller Universitäten Internets, Reise- und Unterkunftskosten für die Präsenzveranstaltungen sowie Beiträge zur Studentenschaft und zum Studentenwerk an30. 3.4  Neu gegründete virtuelle Universitäten Es existiert jedoch auch eine Vielzahl von virtuellen Universitäten, die nicht oder nicht mehr auf  klassischen  Präsenzhochschulen  basieren.  Manche  von  ihnen  initiieren  eigene,  neue Lehrangebote, während andere sich darauf spezialisiert haben, als Vermittler oder Makler für Präsenzuniversitäten zu agieren und dementsprechend auf deren Angebote zurückgreifen. 3.4.1    Western Govenors’ University Die  Western  Govenors’  University  (WGU)  ist  ein  Zusammenschluss  von  21  Universitäten und Colleges aus 16 westamerikanischen Staaten sowie Guam31 und wurde am 6. Juni 2001 akkreditiert. Sie hat sich jedoch von ihren Gründer-Universitäten so weit losgelöst, dass sie als rein-virtuelle Universität bezeichnet werden kann. Die WGU ist eine Art „Bildungsbroker“32, die zwei Funktionen erfüllt: Auf der einen Seite un- terstützt sie ihre Mitglieder (Colleges und Weiterbildungsfirmen33) bei der Vermarktung und Distribution ihrer Angebote, auf der anderen Seite können große Unternehmen von der WGU quasi maßgeschneiderte Kurse für ihre Angestellten mieten. Aufgrund dieses besonderen Status unter den virtuellen Universitäten zielt die WGU auf eine andere  Zielgruppe  ab  als  die  Präsenzuniversitäten  oder  auch  viele  virtuelle  Universitäten, nämlich im wesentlichen auf Berufstätige mit Interesse an Weiterbildung bzw. Unternehmen als Hilfsmittel für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Infolgedessen steht die WGU auch nicht in unmittelbarer Konkurrenz zu den klassischen Präsenzuniversitäten. Die WGU steht quasi an der Schwelle zwischen den Kategorien der Verbundmodelle beste- hender  Hochschulen  und  der  neugegründeten,  rein  virtuellen  Universitäten.  Während  sie manche Autoren34 aufgrund ihrer Gründungsgeschichte als Verbundmodell sehen, halte ich eine Einordnung als Neugründung für sinnvoller, da sich im Laufe der Zeit doch zu eigen- ständige Strukturen herausgebildet haben, um noch von einem „Ableger“ klassischer Univer- sitäten sprechen zu können. Zum ständig wachsenden Angebot gehören inzwischen über 900 Kurse sowie u.a. 5 Associ- ate’s Degrees, 3 Bachelor’s Degrees, 2 Graduate Certificates, 1 Undergraduate Certificate und ein Master-Degree35. Die  angebotenen  Kurse  sind  kostenpflichtig.  Die  Gebührenstaffelung  ist  allerdings  wenig nachvollziehbar: Während ein „History“-Kurs zwischen 130 $ und 1.150 $ kostet, werden für                                                30 Vgl. VFH (2002b). 31 Vgl. Schulmeister, R. (2001), S. 95 ff. oder Bodendorf, F. (2001), S. 12 f. 32 Hämäläinen, Whinston et al. (1996), zitiert bei Schulmeister, R. (2001), S. 96. 33 Eine Liste dieser „Education Providers“ befindet sich unter        www.wgu.edu/wgu/smartcatalog/browse_edu.asp. 34 z.B. Bodendorf, F. (2001) 35 Mehr Details unter www.wgu.edu/wgu/smartcatalog/search_prog.asp
  
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